23. Juli 2026
Presse-Info

Repartly Reparatur-Report 2026
Repräsentative YouGov-Daten* für Deutschland beschreiben Verbraucherverhalten im Umgang mit defekten Waschmaschinen, Wäschetrocknern und Spülmaschinen
Rietberg bei Gütersloh, 23. Juli 2026. Deutschland will reparieren: 81 Prozent derjenigen, die außerhalb der Gewährleistung bereits mit kaputten Haushaltsgeräten konfrontiert waren, haben in mindestens einem Fall einen Reparatur-Versuch gestartet. Mit überschaubarem Erfolg, denn 72 Prozent sind mit diesem Vorhaben gescheitert. Meistens an zu hohen Reparaturkosten, aber fast ebenso häufig daran, dass ein Gerät nicht reparabel war oder der Service von der Instandsetzung abgeraten hat. 38 Prozent der Deutschen fragen bei einem Neukauf vielleicht auch deshalb aktiv danach, ob Waschmaschine, Geschirrspüler oder Wäschetrockner gut zu reparieren sind – in der Gen Z befasst sich sogar fast die Hälfte damit. Ein Hinweis für Hersteller, dass sie sich verstärkt mit diesem Kaufkriterium befassen sollten – erst recht, weil erfolglose Reparatur-Versuche zum Markenwechsel führen. Auch Fachhandel und Service müssen die repräsentativen Ergebnisse des Repartly Reparatur-Reports 2026 ernst nehmen: Nur ein Viertel der Deutschen glaubt nämlich, dass man dort schnell und unkompliziert Hilfe bekommt, wenn Waschmaschine & Co. defekt sind. 63 Prozent sind verärgert, wenn sie kein erschwingliches Reparatur-Angebot erhalten. Bei einem dann notwendigen Neukauf zählt für die meisten allein der Preis: Sie kaufen ein Gerät einfach dort, wo es am günstigsten ist. Das Fazit? Wer Reparaturen möglich macht, kann Kundinnen und Kunden binden. Wer Reparaturen verhindert, schafft negative Erfahrungen. Und die Tatsache, dass 46 Prozent der Deutschen sich mit dem „Recht auf Reparatur“ nicht wirklich auskennen, wird aufgrund falscher Erwartungen auf Kundenseite die Unzufriedenheit eher verstärken.
* Der Repartly Reparatur-Report 2026 basiert auf für Deutschland repräsentativen Daten einer Online-Befragung im Mai 2026 durch die YouGov Deutschland GmbH (N=2.164).
70 Prozent der Bevölkerung ist das Problem defekter Waschmaschinen, Spülmaschinen oder Wäschetrockner außerhalb der gesetzlichen oder versicherten Gewährleistung vertraut. Doch von Wegwerfmentalität keine Spur: Die Deutschen haben ein enormes Interesse an der Reparatur kaputter Geräte – und zwar gemessen am tatsächlichen Verbraucherverhalten, nicht an reinen Absichtserklärungen. Das belegen die vorliegenden Studienergebnisse: 81 Prozent haben schon mal ein defektes Gerät reparieren lassen oder es wenigstens versucht. Allerdings kennen die meisten auch das Gefühl, dass es beim Versuch geblieben ist. 72 Prozent berichten davon, dass mindestens einmal eine angefragte Reparatur gescheitert ist.

Gründe für die erfolglosen Reparatur-Versuche der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland gibt es gleich mehrere. In knapp 60 Prozent der Fälle waren die Reparaturkosten zu hoch, gefolgt von der Tatsache, dass Geräte nicht zu reparieren waren. Fast die Hälfte der Befragten gibt darüber hinaus an, dass Kundenservice oder Fachhandel von der Instandsetzung eines älteren Geräts abgeraten haben. Was diese Gründe eint, ist das negative Erlebnis: Die Erwartungen auf Kundenseite wurden nicht erfüllt.

Reparierfähigkeit ist ein Kaufkriterium – und kann Markenwechsel provozieren
38 Prozent der Deutschen interessieren sich beim Kauf eines neuen Geräts schon heute dafür, ob dieses auch unproblematisch repariert werden kann. Die Bedeutung dieses Kaufkriteriums wird weiter zunehmen, denn von den 18- bis 29-Jährigen fragen bereits 46 Prozent nach der Reparierfähigkeit. Wenn ein defektes Haushaltsgerät nur mit hohen Kosten oder gar nicht repariert werden kann, leidet auch die Markenbindung. Die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher gibt an, sich beim dann notwendigen Neukauf für das Gerät eines anderen Herstellers zu entscheiden.

Fachhandel und Service haben ein Image-Problem
63 Prozent der Deutschen sind verärgert, wenn sie für ein defektes Haushaltsgerät kein preislich vernünftiges Reparatur-Angebot erhalten. Das ist sicherlich ein relevanter Faktor, warum im Fall eines Defekts nur ein Viertel an die schnelle und unkomplizierte Hilfe von Kundenservice oder Fachhandel glaubt.

Die schlechten Noten in Bezug auf Service-Angebote sind vor allem für Fachhändler ein echtes Risiko. Denn wenn eine Reparatur nicht zustande kommt, treffen drei Viertel der Deutschen ihre Kaufentscheidung für ein neues Gerät allein aufgrund des Preises. Wer im Preiskampf dann nicht mithalten kann, läuft Gefahr, seine Kundinnen und Kunden zu verlieren.

Fazit: Deutsches Interesse an Reparaturen als Chance begreifen
Der Repartly Reparatur-Report 2026 zeigt es: Im Markt klafft eine Lücke zwischen Nachfrage und Angebot, wenn es um die Reparatur von Haushaltsgeräten geht. Die Deutschen wollen reparieren, doch sie scheitern häufig an zu hohen Kosten, irreparablen Geräten oder anders lautenden Empfehlungen des Fachpersonals. Die Folgen? Verärgerung über unattraktive Reparatur-Angebote, negative Wahrnehmung von Fachhandel und Kundenservice sowie der höchst wahrscheinliche Markenwechsel beim Neukauf. Das „Recht auf Reparatur“ wird diese Situation vermutlich noch verschärfen – erst recht, weil fast die Hälfte der Bevölkerung nicht wirklich weiß, was es damit auf sich hat, wie die Studie belegt. Eine falsche Erwartungshaltung und da-raus folgende Enttäuschungen auf Verbraucherseite sind quasi vorprogrammiert.
Die Branche muss liefern. Nicht weil es ein neues Gesetz gibt, sondern weil sie auf die Signale aus dem Markt hören sollte. Dr. Lennart Osthoff, Gründer und Geschäftsführer von Repartly, ist davon überzeugt, dass darin auch ein enormes Potenzial steckt: „Das Reparatur-Interesse der Deutschen ist kein Ärgernis. Im Gegenteil: Es ist eine Chance, sich im Wettbewerb echte Vorteile zu verschaffen. Mit Reparatur-Angeboten kann der Handel die Kundenzufriedenheit steigern und Kunden binden. Und wer als Hersteller auch Reparaturen mitdenkt, stärkt die Markentreue und kann Neukunden gewinnen – vor allem unter den Jüngeren, die beim Kauf vermehrt darauf schauen, ob Geräte repariert werden können. Den Preiskampf werden weder Fachhändler noch europäische Premium-Hersteller gewinnen. Aber attraktive Reparatur- und Service-Leistungen könnten ein echtes Alleinstellungsmerkmal sein – das aktuell viel zu wenig genutzt wird.“
Einfach wieder reparieren – und das komfortabel, kostengünstig und nachhaltig: Das deutsche Unternehmen Repartly aus Gütersloh bringt seit 2021 mit seinem innovativen Ansatz neue Bewegung in den Reparatur-Markt. Das Unternehmen will Reparieren wieder zum Standard machen und so eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft vorantreiben. Dank einer intelligenten Online-Plattform sowie automatisierten Prozessen für die Instandsetzung von elektronischen Bauteile hat Repartly bereits mehr als 30.000 unterschiedlichsten Markengeräten ein neues Leben geschenkt und stellt dem Markt erstmals generalüberholte Elektroniken als attraktive Ersatzteile zur Verfügung. Weil erfolgreiche Kreislaufwirtschaft nur in der Zusammenarbeit aller Beteiligter möglich ist, richtet sich Repartly nicht nur an Verbraucher, sondern arbeitet auch eng mit Service-Partnern, Herstellern und Recycling-Firmen zusammen. Ein Geschäftsmodell, von dem alle profitieren. Vor allem die Umwelt.
Der Repartly Reparatur-Report 2026 sowie alle Grafiken aus dem Report stehen zum kostenfreien Download und zur kostenfreien Verwendung zur Verfügung.
Presse-Kontakt:
Claudia Gabriel (Repartly Medienbüro) * E-Mail: claudia@repartly.de * Mobil: +49 176 60 81 01 89
Samstag, 5. September 2026, 11:00 Uhr, Dream Stage in Halle 25:
„From e-waste to value: Creating value beyond the first sale“
Ein hochkarätig besetztes Panel diskutiert die Frage, wie Wertschöpfung jenseits des Erstkaufs in der Hausgerätebranche entstehen kann – und wie Reparaturen und Refurbishment zu strategischen Geschäftstreibern werden.
Mit dabei: Rebecca Steinhage (Executive Director / Miele & Cie. KG), Carine Chardon (Geschäftsführerin /GFU Home & Consumer Electronics GmbH), Brendan Lenane (COO / EURONICS Deutschland eG), Dr. Lennart Osthoff (Geschäftsführer und Gründer / Repartly GmbH), Tim Janßen (Mitgründer und Executive Director / Cradle to Cradle NGO)